Leistungsdiagnostik
Über den Laktatstufentest können wir eine genaue Planung und Steuerung des Trainings erstellen. Möglichkeit besteht sowohl auch für Einsteiger, sowie leistungsorientierte Sportler. Wenn während einer intensiven Ausdauerbelastung der über die Atmung aufgenommene Sauerstoff nicht ganz ausreicht, wird in bestimmten Muskelzellen durch die anaerobe Prozesse Laktat gebildet, somit reicht der Energiebedarf (ATP, energiereiche Phosphate) zur Muskelkontraktion nicht mehr aus. Die Energiegewinnungsprozesse finden ohne Sauerstoff statt, dadurch anaerob genannt! Als Referenzwert dient nun die Laktatkonzentration im Blut, der erbrachten Leistung. Zur Leistungsermittlung für die Trainingsempfehlung.
Möglichkeiten
Ermitlung der Laktatwerte stehen Laufband und Fahrradergometer bereit.
Ein Feldtest im freien wäre auch durchfürbar.
Testablauf
Der Test wird mit aufeinanderfolgenden Leistungsstufen durchgeführt. Jeweils nach Ablauf einer festgelegten Zeit wird die Leistung um eine Stufe erhöht. Bei niedrigem Trainingsstatus einzelner Personen wird der Test vor dem Erreichen der maximalen Anstrengung beendet. Bei jeder Leistungsstufe wird am Finger Blut entnommen, bevor die Leistung gesteigert wird. Die Blutentnahme dient der Laktatanalyse. Parallel zum Test wird die Herzfrequenz aufgezeichnet und für die Auswertung verwendet.
Auswertung
In einem Diagramm werden Leistung, Laktatwerte und Herzfrequenz aufgezeichnet und die Leistung anhand der anaeroben Schwelle ermittelt. Damit wird es möglich, die Trainingsbereiche festzulegen und für eine optimale Trainingsgestaltung zu gestallten. Gibt es frühere Testresultate, ist es möglich, die Diagramme zu vergleichen und wertvolle Informationen über die vergangene Trainingsperiode zu gewinnen. Der Testvergleich ermöglicht eine optimale Trainingssteuerung über eine lange Trainingsperiode.
Vor dem Test
- Die Ernährung vor dem Untersuchungstag ist möglichst wenig zu ändern
- Am Untersuchungstag ist bis 3 Stunden vor der Untersuchung eine kleine Kohlenhydratmahlzeit erlaubt
- Am Vortag und Untersuchungstag sind physische und psychische Beanspruchungen zu vermeiden
- Alle Medikamente, auch Genussmittel wie Kaffee, Tee und Nikotin sind am Untersuchungstag (3 Stunden zuvor) zu vermeiden
- Erforderliche Medikationen im Untersuchungsprotokoll vermerken
- Die Tageszeit notieren
- Vor Beginn der Untersuchung soll der Proband minimal 10 Minuten ruhen
- Den Gang der Untersuchung erklären
- Ungewöhnliche Verhältnisse sind auf dem Untersuchungsprotokoll zu vermerken
