Definition von Physiotherapie

Physiotherapie ist die gezielte Behandlung gestörter physiologischer Funktionen des menschlichen Bewegungssystems. Physiotherapie nutzt physiologische Anpassungs-mechanismen im Körper um Wirkung zu erzielen. In der Physiotherapie geht es seit nahezu 100 Jahren um Behandlung.

Heilverfahren

  • passive, durch äußere Kräfte, z.B. den Physiotherapeuten geführte Bewegung und
  • aktive, selbständig ausgeführte Bewegung des Menschen zur Gesunderhaltung bzw. zur Wiederherstellung und Rehabilitation von Funktionsstörungen des Bewegungssystems. Damit ist die Physiotherapie eine Alternative oder sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen und operativen Therapie.

Die dreijährige Ausbildung zum Physiotherapeuten ist gesetzlich geregelt und die Berufsbezeichnung geschützt.

Physiotherapie wirkt als Therapie immer über einen ganzheitlichen Ansatz. Auf der Grundlage der ärztlichen Diagnose werden Therapieziele zur Erhaltung, Wieder-herstellung und Verbesserung von Funktionsstörungen und Leistungsfähigkeit des Gesamtorganismus angestrebt.

Befundung

Am Beginn einer jeden Physiotherapeutischen Behandlung steht eine ausführliche physiotherapeutische Befunderhebung durch die/den Physiotherapeutin/en, wo alle Strukturen, die mit einem Problem zusammenhängen können genau getestet und befundet werden. Dies bildet die Grundlage für die Erstellung eines genauen Therapieplans. Ein Wiederbefund nach und vor jeder Therapie lässt die Therapie entsprechend individuell anpassen und abändern.

Als übergeordnetes Ziel sollen die Patienten jedes Lebensalters durch die Therapie Fähigkeiten erlangen, die sie in ihrer persönlichen Lebenssituation für die Bewältigung von Alltag, Beruf und Freizeit benötigen.